ICH, GUSTAVE COURBET
Maler und Rebell

Wir verlosen 10 × 2 Tickets für eine exklusive Führungen durch die Ausstellung „ICH, GUSTAVE COURBET“ im Museum Folkwang in Essen inklusive eines Ausstellungskatalogs je Gewinnerpaar am 10. September 2026 um 18 Uhr.

Gustave Courbet
La vague, 1870
Öl auf Leinwand, 45 x 59 cm
© Museum Folkwang, Essen

In Kooperation mit:

Museum Folkwang Logo in roter Serifenschrift auf weißem Hintergrund

Mit einer großen Retrospektive widmet sich das Museum Folkwang einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts: Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell. Die Ausstellung zeigt rund 90 Werke, darunter Hauptwerke wie Le fou de peur (1844), L'Après-dînée à Ornans (1849), L’Origine du monde (1866) oder Le Veau blanc (1873). Im Fokus stehen Courbets radikale Bildsprache, sein gesellschaftspolitischer Anspruch und sein Einfluss auf die Kunst der Moderne. Die Schau beleuchtet zentrale Themen seines Werks: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil.

Auf rund 900 Quadratmetern führt die Ausstellung durch das Leben und Werk Courbets. Sie vereint Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen, darunter das Musée d'Orsay in Paris, das Kunstmuseum Bern, die Alte Nationalgalerie Berlin und das Musée Courbet in Ornans.

Courbet war nicht nur ein künstlerischer Erneuerer, sondern auch eine schillernde und politisch engagierte Persönlichkeit. Er wandte sich gegen die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit seiner Zeit zum Gegenstand seiner Malerei. In seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gilt Courbet als Wegbereiter der Moderne – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik.

Gustave Courbet
L‘Homme à la pipe, um 1849
Öl auf Leinwand, 45,8 × 37,8 cm
© Musée Fabre de Montpellier Méditerranée Métropole / Foto Frédéric Jaulmes
Gustave Courbet
Le Fou de peur, um 1844
Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm
Foto: Børre Høstland / Nasjonalmuseet, Oslo

Die Ausstellung

Die neun Kapitel der Ausstellung sind den wichtigen Lebensstationen des Künstlers und den zentralen Werkgruppen seines Schaffens gewidmet. Den Auftakt bilden Selbstporträts, in denen Courbet gleichermaßen sein Selbstverständnis als Künstler und seine Malerei thematisiert; sie machten Courbet schlagartig bekannt und gelten heute als Inkunabeln der Kunst des 19. Jahrhunderts. Es folgen Landschaften seiner ostfranzösischen Heimat – Felsformationen, Wasserläufe und Grotten –, die Courbet häufig mehrfach, aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Tageszeiten malte. Auch seine Ansichten von Grotten und Quellen sind mit prominenten Beispielen vertreten.

Ein weiteres wichtiges Kapitel der Ausstellung ist dem sozialen Realismus und dem Milieu der Pariser Bohème gewidmet. Zu Courbets bekanntesten Werken gehören seine Ansichten des Meeres und einzelner, sich kraftvoll brechender Wellen, die ebenfalls in einem eigenen Raum präsentiert werden. Mit ihrer dynamischen und atmosphärisch dichten Malerei veranschaulichen sie die Bewegung und Energie der Elemente, zugleich können sie als Sinnbilder der damaligen politischen und gesellschaftlichen Umbrüche gedeutet werden. Ein weiteres Kapitel nimmt Gustave Courbets erotisch aufgeladene Frauendarstellungen und an Quellen und Wasserläufen platzierten Frauenakte in den Fokus, die häufig mit geheimnisvollen Szenen, intimen Ausschnitten und mystischen Stimmungen überraschen. Den Abschluss bilden Courbets Zeit im Schweizer Exil und die in seinen letzten Lebensjahren entstandenen Bilder mit Motiven der Landschaft rund um den Genfer See.

In Kooperation mit dem Leopold Museum Wien.

Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik, sowie unter dem Ehrenschutz von Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich.

Museum Folkwang April 2016
Museum Folkwang, 2026

Biografie Gustave Courbet 

Courbets Biografie ist geprägt von künstlerischer Unabhängigkeit und politischem Widerstand. Geboren 1819 in Ornans, verweigert er sich dem akademischen Kunstbetrieb, erlernt sein Handwerk autodidaktisch in Pariser Ateliers und stellt ab 1844 im Salon aus. Seit 1855, als der Maler aus Protest gegen die Jury des Salons seine Bilder im von ihm so genannten „Pavillon des Realismus“ präsentierte, gehörte Courbet zu den zentralen Akteuren des Pariser Kunstbetriebs. Seine großformatigen Gemälde, wie das im zweiten Weltkrieg zerstörte Les Casseurs de pierres (1849) oder andere Gesesellschaftesszenen, provozierten heftige Reaktionen und wurden öffentlich diskutiert.

Courbet engagierte sich zudem auch aktiv politisch und reagierte in seinen Werken immer wieder auf die politischen Ereignisse und Umbrüche in Frankreich. Er fand seine Sujets in der Revolution von 1848, dem Untergang der Zweiten Republik, dem autoritären Regime Napoleons III. und der Pariser Commune. Als politisch Verfolgter musste Courbet Paris und seine Heimat 1873 verlassen und verbrachte die letzten Lebensjahre im Exil in der Schweiz. Viele seiner letzten Bilder zeigen Motive aus La Tour-de-Peilz und der Landschaft rund um den Genfer See.

Informationen

ICH, GUSTAVE COURBET
Maler und Rebell
17. Juli – 8. November 2026

Hauptsponsor: E.ON
Unterstützt durch: GENO BANK ESSEN und Bankhaus Bauer
Gefördert durch: Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen

Eintritt: 16 € (regulär) / 12 € (ermäßigt)
Tickets: www.museum-folkwang.ticketfritz.de
Weitere Informationen
Der Katalog erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln (Preis: 39,90 EUR)

Öffnungszeiten
Di – So 10 – 18 Uhr
Do und Fr 10 – 20 Uhr
Mo geschlossen

Die Teilnahme ist exklusiv für F.A.Z.-Abonnenten

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