Schwetzinger SWR Festspiele

Schwetzinger SWR Festspiele

Wir verlosen im Rahmen von vier ausgewählten Konzerten der Festspiele jeweils 2 × 2 Karten der Kategorie 1.

In Kooperation mit:

CarMEN | Donnerstag, 14. Mai 2026 um 19.30 Uhr

Konzertante Aufführung mit Maayan Licht CarMEN

Bizets berühmte Oper in einer bunten Fassung mit den Queens of Mannheim

Was für eine Vorlage! „Die Liebe ist ein wilder Vogel, den kein Mensch jemals zähmen kann“, singt Carmen in der berühmten Habanera aus Georges Bizets Oper. Dieses Stück durfte natürlich nicht fehlen, als der Amsterdamer Club Classique beschloss, sein Portfolio von ungewöhnlichen Klassik-Bearbeitungen an ungewöhnlichen Orten zu erweitern und aus Carmen CarMEN zu machen. In dieser neuen szenischen Fantasie singt Maayan Licht, schillernd-exaltierter Star-Sopranist bei der Schwetzinger Ausgrabung von Johann Christian Bachs Amor vincitore 2025, die Titelpartie. Der Tenor Mitch Raemaekers gibt den Don José, das Instrumentalensemble besteht aus Violine, Cello, Klarinette und Klavier, und anstelle des Chors steht eine Gruppe von Dragqueens auf der Bühne. So wird die alte Gattung Oper zu einer ebenso brandaktuellen wie quirligen Performance über Genderfluidität, geschlechtsspezifische Klischees und Rollenzuweisungen. „Es ist der andere, den ich bevorzuge, er sagte nichts, doch gefällt er mir. Liebe! Liebe! Liebe! Liebe!“, singt Carmen in ihrer Habanera.

Die Fledermaus | Freitag, 15. Mai 2026 um 19.30 Uhr

Musikalische Lesung

Johann Strauss’ Operette in einer gekürzten Fassung von Boris Aljinovic (Text und Sprecher), gespielt vom clair-obscur sacophonquartett

„Leicht gekürzt und stark gewürzt“: So soll laut Florian Vogel, Leiter des Kleist-Forums in Frankfurt (Oder), diese Version von Johann Strauss’ bitterböser Operette Die Fledermaus werden. Garanten dafür, dass in der Kürze hier tatsächlich die Würze liegt, sind der Schauspieler Boris Aljinovic, der, weil an diesem Abend nicht gesungen wird, seine eigene Textfassung spielen wird, und das clair-obscur saxophonquartett. Dass dieses Ensemble seinen Namen von der Hell-Dunkel-Malerei herleitet, die vor allem in der Barockzeit gerne zur Verstärkung von Kontrasten und Ausdruck benutzt wurde, dürfte dem musikalischen Teil der Bearbeitung die Richtung vorgeben: Die vielen Hits der Operette werden so kantig, lebendig und virtuos serviert, dass man nicht befürchten muss, hier einem bloßen „Fledermäuschen“ zu begegnen. Im Gegenteil, das Konzentrat fokussiert noch stärker auf die Verlogenheit der Menschen, deren Rührung nur eine geheuchelte ist. Die große Kunst liegt darin, dass diese Demaskierung überaus unterhaltsam und witzig ist. Und am Ende bleibt ein anarchischer Fluchtweg: der große Rausch. Trinken macht die Augen hell – es lebe der König Champagner!

Tagebuch eines Kastraten | Dienstag, 12. Mai 2026 um 19.30 Uhr

Musikalische Lesung

Schauspielerin Corinna Harfouch liest aus den Memoiren des italienischen Sängers Filippo Balatri, den musikalischen Part gestalten Hubert Wild (Gesang) und Stefan Maass (Laute).

Er war Leib-Eunuch Peters des Großen, singendes Gastgeschenk für den Fürsten der westmongolischen Kalmücken, Alleinunterhalter in den Adelshäusern Europas und am Ende Klosterbruder in einem bayerischen Konvent. Der mongolische Khan schenkte ihm, hingerissen von seiner glockenhellen Sopranstimme, einen Goldstoff, der später den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. vor Neid erblassen ließ. Der italienische Kastrat Filippo Balatri (1682–1756) führte eines der spektakulärsten Sängerleben der Musikgeschichte. Dennoch wüssten wir heute nichts von ihm, hätte er nicht – übrigens als Einziger seiner Zunft – ein fast 5000 Seiten starkes handschriftliches Konvolut hinterlassen. Balatris Memoiren haben Christine Wunnicke zu ihrem Roman Die Nachtigall des Zaren inspiriert. Aus ihm und aus den Memoiren des Sängers liest die Star-Schauspielerin Corinna Harfouch; dazu erklingen barocke Arien, die Balatri aufgeführt hat oder aufgeführt haben könnte. Jetzt singt sie, begleitet von Stefan Maass an der Laute, Hubert Wild, der als Bariton wie als Altus auftritt und gerne auch mal im Schauspiel unterwegs ist. Ein Abenteuerroman in Tönen: unglaublich, aber wahr.

Einstand II: Ein Lob der Neugier | Sonntag, 17. Mai 2026 um 16.00 Uhr

Konzert ARD-Musikwettbewerbs-Preisträger

Junge Musiker:innen spielen unter anderem Beethovens Gassenhauertrio sowie Werke von Clara Schumann und Vincent d’Indy.

Das zweite Konzert der ARD-Preisträgerinnen und -Preisträger rahmen zwei Klarinettentrios. Bekannt ist das sogenannte Gassenhauertrio von Beethoven. Aber das vor allem für Klavier und Klarinette hochvirtuose Opus 29 des Franzosen Vincent d’Indy, das klangfarblich wie formal viel wagt, ist nicht häufig im Konzert zu erleben. Clara Schumanns drei Romanzen für Violine und Klavier stoßen in der Klarinettenbearbeitung ebenfalls die Tür zum Unbekannten auf. In diesem Konzert gibt es viel zu entdecken! Zum Beispiel den belgischen Komponisten Joseph Jongen, der 1935 in seinem Opus 102 Bratsche und Klavier miteinander tanzen lässt. Oder den Tschechen Hans Krása. Er wurde im Konzentrationslager ermordet. Kurz zuvor hat er dort Gedichte von Arthur Rimbaud vertont, in denen ein Bariton von drei Instrumenten begleitet wird. Die britische Komponistin und Dirigentin Ethel Smyth schließlich hat ihr Studium mit einem Hungerstreik erstritten und kämpfte in England für Frauenrechte. „Sie ist vom Stamm der Pioniere, der Bahnbrecher“, schrieb Virginia Woolf über Smyth. „Sie hat Bäume gefällt und Felsen gesprengt und Brücken gebaut und so den Weg bereitet für die, die nach ihr kommen.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

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