Labouring Bodies–Museum Tinguely

Freuen Sie sich auf zwei Tage in Basel vom 24. bis 26. September 2026.

Wir verlosen zwei Übernachtungen für jeweils zwei Personen im Hotel Nomad in Basel mit exklusiver Führung durch die Ausstellung „Labouring Bodies“ im Museum Tinguely inklusive Ausstellungskatalog und Stadtführung.

Ernestyna Orlowska, «Make Your Body Your Machine», 2021. © Ernestyna Orlowska. Foto: Margot Roth

In Kooperation mit:

Labouring Bodies
10. Juni 2026 – 8. November 2026

Labouring Bodies untersucht aus feministischer Perspektive die vielschichtigen Beziehungen zwischen Körper und Technologie. Sie beleuchtet, wie insbesondere weibliche Körper seit der Moderne durch Maschinen geprägt und kontrolliert wurden. Im Zentrum stehen arbeitende, sorgende und gebärende Körper, die bis heute unsichtbar bleiben und in der Geschichte systematisch ignoriert wurden. Dabei greift der Ausstellungstitel mit der Doppeldeutigkeit von «labouring» als Lohnarbeit und Gebären die enge Verflechtung von Arbeit (Produktion) und biologischer Fortpflanzung (Reproduktion) auf.

Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, Kunst vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken und zentrale gesellschaftliche Fragen zu Körper, Arbeit und Fürsorge zu reflektieren. Welchen Einfluss hat die Mechanisierung auf unser Leben und unsere Arbeitswelt? Welche Formen von Arbeit werden entlohnt – und welche bleiben unsichtbar? Und wie gerecht ist die Verteilung jener Arbeit, die unsere Gesellschaft trägt?

 Alexandra Navratil, The Night Side (Videostill), 2016, HD-Video. Courtesy the artist. © Alexandra Navratil

Ausgehend von der engen Verbindung von Mensch und Maschine, wie sie das Industriezeitalter charakterisiert, richtet die Ausstellung den Blick bewusst weg von der dominanten Figur des männlichen Arbeiters hin zu jenen Körpern, die in Kunst und Theorie lange übersehen wurden. Ein prägnantes Beispiel bietet Alexandra Navratils Film The Night Side (2016): Statt der erwarteten Dynamik industrieller Produktion zeigt sich hier die behutsame, beinahe intime Berührung von Maschinenteilen durch die Hand einer ehemaligen Arbeiterin. Diese Geste verweist auf eine alternative Erzählung von Arbeit – eine, die nicht von Effizienz, sondern von Erfahrung, Erinnerung und Körperlichkeit geprägt ist.

Die Ausstellung versammelt 36 historische und zeitgenössische künstlerische Positionen, die die Mechanisierung des Körpers in unterschiedlichen Kontexten sichtbar machen. Fotografien von Evelyn Richter zeigen Arbeiterinnen in Webereien, deren Körper von Maschinen dominiert werden, während Azade Kökers Skulptur Akkordarbeiterin (1987) die Fragmentierung des Körpers durch industrielle Arbeitsprozesse thematisiert. Zeitgenössische Arbeiten wie Doruntina KastratiA Horn That Swallows Songs (2025) oder Ernestyna Orlowskas Performance Make Your Body Your Machine (2021-heute) führen diese Fragestellungen in die Gegenwart und beleuchten neue Formen der Prekarisierung in globalisierten Arbeitsverhältnissen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Weitung des Blicks auf verschiedene Formen von  Arbeit: Labouring Bodies thematisiert nicht nur bezahlte Lohnarbeit, sondern auch unbezahlte Haus- und Sorgearbeit als zentrale, jedoch oft unsichtbare Grundlage wirtschaftlicher Systeme. Schon seit den 1970er Jahren hinterfragten Künstlerinnen der sogenannten zweiten Welle des Feminismus die kapitalistischen Produktivitätsvorstellungen und die Dichotomie von bezahlter Lohn- und unbezahlter Sorgearbeit. Beispielsweise zeigte Mary Kelly 1974 eine Doppelfilmprojektion, in der sie Aufnahmen aus der Produktion in einer Metalldosenfabrik Filmbildern ihres schwangeren Bauchs gegenüberstellte. Diese bisher nur einmalig gezeigte Installation, wird im Rahmen von Labouring Bodies erstmals rekonstruiert. Künstlerinnen wie Margaret Raspé machten in ihren Arbeiten die Monotonie und Endlosigkeit häuslicher Routinen sichtbar, während Helen Chadwicks Performance In the Kitchen (1977) die Apparatisierung von Hausarbeit kritisch hinterfragt und den weiblichen Körper als Teil eines technischen Dispositivs inszeniert. Wenig bekannt ist, dass bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstlerinnen wie Alice Lex-Nerlinger und Sella Hasse die doppelte Ausbeutung der weiblichen Arbeiterin in ihrer Kunst sozialkritisch reflektierten.

Helen Chadwick, In the Kitchen (Stove), 1977. Courtesy the Estate of Helen Chadwick and Richard Saltoun Gallery, London, Rome and New York. © The Estate of Helen Chadwick. Foto: Courtesy the Estate of Helen Chadwick and Richard Saltoun Gallery

Mit Labouring Bodies positioniert sich das Museum Tinguely als Ort, an dem die Auseinandersetzung mit Maschine und Bewegung um eine dringend notwendige gesellschaftspolitische Dimension erweitert wird. Die Ausstellung versteht Mechanisierung nicht als abgeschlossenen historischen Prozess, sondern als fortdauernde Dynamik, die Körper formt, hierarchisiert und zugleich Räume für künstlerischen Widerstand eröffnet. Indem sie Werke vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart miteinander in Dialog bringt, bietet Labouring Bodies neue Perspektiven auf die Geschichte der Moderne an – und stellt zentrale Fragen an unsere Gegenwart.

Weitere Informationen zur Ausstellung „Labouring Bodies“ finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Museum Tinguely finden Sie hier.

Ihr Aufenthalt in Basel

Das Nomad Design & Lifestyle Hotel

Das Nomad Hotel Design & Lifestyle Hotel ist urban, kosmopolitisch und bodenständig zugleich. Das zeigt sich unter anderem in der Einrichtung, bei der warme Kelim-Teppiche mit kühlem Sichtbeton harmonieren. Und bei den Gästen: Hier fühlen sich sowohl Business- wie auch Freizeitgäste wohl. Diese Gegensätze haben alle eines gemeinsam: Sie stehen für ein neues 4-Sterne Hotel-Erlebnis in Basel. Mit 65 Zimmern, Sauna, Fitnessangebot, Restaurant und Bar für Begegnungen in ungezwungener Atmosphäre nur wenige Minuten zu Fuss von der historischen Altstadt.

Das ehemalige Appartementhaus der 50er Jahre wurde komplett umgebaut und im Januar 2016 eröffnet. Es beeindruckt durch seine moderne Architektur im Einklang mit wohnlicher Atmosphäre: Kühler Sichbeton trifft auf warmes Eichenholz, klare Linien auf bunte Kelim-Teppiche. Ästhetik und Handwerk vom Feinsten: exklusive Leinenbettwäsche, das Personal trägt Schweizer Design. In der angesagten «Eatery» wird World-Food serviert, am Wochenende spielen Live-Bands. In unmittelbarer Nähe zum Architektur-Museum.

Weitere Informationen zum Nomad Design & Lifestyle Hotel finden Sie hier.

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Weitere Gewinnspiele
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Soweto Gospel Choir

Wir verlosen 5 × 2 Tickets für den Soweto Gospel Choir für ein Konzert in einer deutschen Stadt Ihrer Wahl auf der Europa-Tour 2026 mit dem neuen Programm „JOY!“.

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Ich, Gustav Courbet

Wir verlosen 10 × 2 Tickets für eine exklusive Führungen durch die Ausstellung „ICH, GUSTAVE COURBET“ im Museum Folkwang in Essen inklusive eines Ausstellungskatalogs je Gewinnerpaar am 10. September 2026 um 18 Uhr.

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Der Böglerhof

WWir verlosen drei Übernachtungen inklusive Halbpension für zwei Personen im Fünf-Sterne-Resort „Der Böglerhof“ im Herzen des Alpbachtal.

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